Gisela May
Die große deutsche Diseuse wurde 1924 in Wetzlar geboren und ist international eine bekannte und geachtete Künstlerpersönlichkeit. Dass dies in (West-) Deutschland erst durch TV-Serie Adelheid und ihre Mörder eingelöst wurde, gehört zu den Kuriosa der deutschen (Kultur-) Einheit,
Berühmt wurde sie als Theaterschauspielerin – u.a. elf Jahre Deutsches Theater in Berlin, dreißig Jahre Berliner Ensemble – und als Interpretin von Brecht- Lieder nach Kompositionen von Kurt Weill, Hanns Eisler und Paul Dessau. Ihre „zweite Karriere“ als Diseuse beginnt eher zufällig durch eine Ermutigung von Hanns Eisler, der sie im Probenraum hört. Ihre Programme und ihre Vortragskunst werden auf den großen Bühnen dieser Welt enthusiastisch aufgenommenen. Bis 1962 gehört die May zum Deutschen Theater, dann wechselt sie ans Berliner Ensemble, wo sie seit 1978 in der Rolle der Mutter Courage zu erleben war.
Mit der Lehrtätigkeit beginnt sie 1969 und bis heute eine gefragte Dozentin in vielen europäischen Ländern.
Bis 1988 erscheinen von ihr 25 LPs. Im Gefolge der politischen Wende wird die May 1992 nach dreißig Jahren Zugehörigkeit zum BE durch eine neue Intendanz entlassen. Mit einem gefeierten Brecht-Weill-Programm kehrt sie fast zehn Jahre später auf die Bühne des Hauses zurück.
Auszeichnungen u.a.: Nationalpreisträgerin der DDR, Grand Prix du Disque, Deutscher Kleinkunstpreis
Deutscher Filmpreis in Gold , Trieste Contemporanea (für Persönlichkeiten, die zum Kulturaustausch zwischen Ost und West beitragen) , Verdienstorden des Landes Berlin und unlängst das Bundesverdienstkreuz
Bei BuschFunk ist erschienen: Die Lieder des Jaques Brel (1997)-
live siehe auch DVD 15 Jahre BuschFunk.
Diskografie/Besetzung
Konsum-Zwänge
Konzerttermine
Homepage
Rezensionen (Auswahl)
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Glauben Sie, es ist ein Vergnügen, alt zu sein?
[aus: Berliner Zeitung am 30. Mai 2009]
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