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Rezensionen
[Rezension zu: Gerhard Gundermann]
Krams
[in: SAX (Dresden) Datum: 01. Februar 1999 Autor: ]
"Krams ist ein 80-Seelen-Nest in Nordbrandenburg. Dort gab Gerhard Gundermann am 14. Juni 1998 sein letztes Konzert. Eine Woche später, genau zur Sommersonnenwende, starb er 43jährig. Dieses letzte Konzert – ein Soloauftritt vor 70 Leuten, der mitgeschnitten wurde – wurde so plötzlich zum letzten Tondokument des Hoyerswerdaer Liedermachers.
Die liebevoll aufgemachte Doppel-CD ist nicht nur die einzige Solo- und Liveveröffentlichung, sondern gleichzeitig auch ein Zeitdokument, da die Aufnahmen vollständig und original belassen wurden und erstmals seine bekannten und oft genialen Zwischengeschichten enthalten. Diese kreisen in Krams auch immer wieder um das Thema Tod ("Papa, wann stirbst Du eigentlich?), aber den ob ihrer Kreativität etwas schneller lebenden Zeitgenossen – die Musik kennt inzwischen dutzende Beispiele – explizit Todesvorahnung zu unterstellen, hieße, ihr Werk zu ignorieren.
Zehn bisher unveröffentlichte Titel, davon fünf Coverversionen von Bruce Springsteen, Tom Waits (je zwei, von letzterem endlich das traditionelle Soloabschiedslied "In der Nachbarschaft", nach dem eigentlich keiner mehr eine Zugabe verlangen kann) und Mick Jagger, bieten zusammen mit 14 anderen Werken zumeist jüngeren Datums zwei Stunden musikalisches Gedenken an den einzigen ostdeutschen Rockpoeten, der die Wende künstlerisch unbeschadet überlebte und dieses Ereignis textlich adäquat verarbeitete (zum Beispiel "Krieg").
Für all jene, die das bewegende Abschiedskonzert seiner "Seilschaft" im Sommerregen von Berlin-Weißensee versäumten und sich deshalb grämen, eine nachträgliche Möglichkeit der letzten Ehre. Offen bleibt, wer seinen "Fliegenden Fisch", die letzte Zugabe in Krams – den er einst für Silly-Frontfrau Tamara Danz schrieb und nach deren Tod stellvertretend für sie sang, nun darbietet."
Die liebevoll aufgemachte Doppel-CD ist nicht nur die einzige Solo- und Liveveröffentlichung, sondern gleichzeitig auch ein Zeitdokument, da die Aufnahmen vollständig und original belassen wurden und erstmals seine bekannten und oft genialen Zwischengeschichten enthalten. Diese kreisen in Krams auch immer wieder um das Thema Tod ("Papa, wann stirbst Du eigentlich?), aber den ob ihrer Kreativität etwas schneller lebenden Zeitgenossen – die Musik kennt inzwischen dutzende Beispiele – explizit Todesvorahnung zu unterstellen, hieße, ihr Werk zu ignorieren.
Zehn bisher unveröffentlichte Titel, davon fünf Coverversionen von Bruce Springsteen, Tom Waits (je zwei, von letzterem endlich das traditionelle Soloabschiedslied "In der Nachbarschaft", nach dem eigentlich keiner mehr eine Zugabe verlangen kann) und Mick Jagger, bieten zusammen mit 14 anderen Werken zumeist jüngeren Datums zwei Stunden musikalisches Gedenken an den einzigen ostdeutschen Rockpoeten, der die Wende künstlerisch unbeschadet überlebte und dieses Ereignis textlich adäquat verarbeitete (zum Beispiel "Krieg").
Für all jene, die das bewegende Abschiedskonzert seiner "Seilschaft" im Sommerregen von Berlin-Weißensee versäumten und sich deshalb grämen, eine nachträgliche Möglichkeit der letzten Ehre. Offen bleibt, wer seinen "Fliegenden Fisch", die letzte Zugabe in Krams – den er einst für Silly-Frontfrau Tamara Danz schrieb und nach deren Tod stellvertretend für sie sang, nun darbietet."
Konzertrezensionen
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Mail an BuschFunk, privat vom 22. Juni 2008 |
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CD-Rezensionen
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Torero
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Dresdener Neueste Nachrichten vom 26. Februar 2005 |
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Liederbestenliste vom 19. Juli 2004 |
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Mitteldeutsche Zeitung vom 05. April 2000 |
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Krams
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Sächsische Zeitung vom 21. Februar 1997 |
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Gundermann, Wenzel & Mensching – im Ostlied nichts Neues?
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Dresdener Neueste Nachrichten vom 06. Mai 1992 |
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