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[Rezension zu: Die Bolschewistische Kurkapelle Schwarz -Rot]
Kurkapelle spielt Hits der Hausbesetzer Kult-Ensemble legt die
[in: Mitteldeutsche Zeitung Datum: 12. Januar 2009 Autor: Steve Körner ]
Manche Witze werden alt, andere
immer besser. Seit die Bolschewistische
Kurkapelle Schwarz-Rot vor anderthalb Jahrzehnten daran
ging, fortschrittlichem Liedgut aller Art mit großem Aufgebot den Marsch zu blasen, besteht kein zweifel mehr daran, dass Bertolt Brecht und Rio Reiser, das „Arbeiterkampflied“ und die Titelmelodie
der „Raumpatrouille Orion“ gleichermaßen
weltrevolutionäres Potenzial haben - zumindest, wenn
sie im Repertoire eines deutschen Blasorchesters schwer angeschrägt werden und dabei ihrer ursprünglichen
Intention auf überraschende Weise näher rücken.
Mit „Kämpfe“ legt das vielköpfige Blasorchester um den ehemaligen Kultmoderator und besessenen
Nachrichtenschnipsel-Sammler Jürgen Kuttner nun einen
neuen Beweis dafür vor, wie nahe Pathos und Satire einander kommen können, ohne sich wechselseitig
zu zerstören. Zwischen „Foyer des Arts“ und Brecht, „Ton Stein Scherben“ und Hanns Eisler trötet
und flötet sich das 20-köpfige Kommando
aus Bläsern, Gitarristen, Sängern, Bassmännern und Rock-
Schlagzeugern locker und jederzeit
urkonzertmuscheltauglich durch 15 neu eingespielte Klassiker von „Mein Sohn, was soll aus Dir werden“
bis „Junimond“. Weil die Auswahl wieder stimmt
und der Sound professioneller klingt als beim Schalmeienorchester von nebenan, ist das nicht nur
schmissig, sondern auch lustig.
Die schräge Bearbeitung hält zudem für unentschlossene Hörer ein Hintertürchen offen: So, wie die Bolschewistische Kurkapelle „Keine Macht für niemand“ spielt, eignet sich der alte Westberliner Häuserkampf-
Hit für jede Party - nicht nur in der Wohngemeinschaft.
immer besser. Seit die Bolschewistische
Kurkapelle Schwarz-Rot vor anderthalb Jahrzehnten daran
ging, fortschrittlichem Liedgut aller Art mit großem Aufgebot den Marsch zu blasen, besteht kein zweifel mehr daran, dass Bertolt Brecht und Rio Reiser, das „Arbeiterkampflied“ und die Titelmelodie
der „Raumpatrouille Orion“ gleichermaßen
weltrevolutionäres Potenzial haben - zumindest, wenn
sie im Repertoire eines deutschen Blasorchesters schwer angeschrägt werden und dabei ihrer ursprünglichen
Intention auf überraschende Weise näher rücken.
Mit „Kämpfe“ legt das vielköpfige Blasorchester um den ehemaligen Kultmoderator und besessenen
Nachrichtenschnipsel-Sammler Jürgen Kuttner nun einen
neuen Beweis dafür vor, wie nahe Pathos und Satire einander kommen können, ohne sich wechselseitig
zu zerstören. Zwischen „Foyer des Arts“ und Brecht, „Ton Stein Scherben“ und Hanns Eisler trötet
und flötet sich das 20-köpfige Kommando
aus Bläsern, Gitarristen, Sängern, Bassmännern und Rock-
Schlagzeugern locker und jederzeit
urkonzertmuscheltauglich durch 15 neu eingespielte Klassiker von „Mein Sohn, was soll aus Dir werden“
bis „Junimond“. Weil die Auswahl wieder stimmt
und der Sound professioneller klingt als beim Schalmeienorchester von nebenan, ist das nicht nur
schmissig, sondern auch lustig.
Die schräge Bearbeitung hält zudem für unentschlossene Hörer ein Hintertürchen offen: So, wie die Bolschewistische Kurkapelle „Keine Macht für niemand“ spielt, eignet sich der alte Westberliner Häuserkampf-
Hit für jede Party - nicht nur in der Wohngemeinschaft.
CD-Rezension
| Artikel | Quelle |
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Kämpfe
"Bildet Kurkapellen!", lautet die Parole von Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot, deren Album "Kämpfe" in ... [ Rezension anzeigen]
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Kulturwoche - Austria vom 16. Februar 2009 |
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Kurkapelle spielt Hits der Hausbesetzer Kult-Ensemble legt die
Manche Witze werden alt, andere
immer besser. Seit die Bolschewistische
Kurkapelle Schwarz-Rot vor anderthal... [ Rezension anzeigen]
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Mitteldeutsche Zeitung vom 12. Januar 2009 |
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